Training in Lippstadt

05.05. bis 08.05.2016 SCLi
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Zeitungsbericht: Perfekte Trainingsbedingungen am Magaretensee

Am vergangenen langen Wochenende stand für die Segler der Flying Junior-Klasse ein viertägiges Regatta-Training von Donnerstag bis Sonntag auf dem Plan. Passenderweise wurden sie mit perfekten Segelbedingungen beschenkt: Reichlich Wind, tollster Sonnenschein und sommerliche Temperaturen ließen keine Wünsche offen. Geleitet wurde das Training von den erfahrenen Seglern Gregor und Sabrina Müller, die, ausgestattet mit Trillerpfeife, Foto- und Videokamera, Anweisungen vom Motorboot aus gaben. Nach jeweils einigen Stunden Segelpraxis und anschließender Stärkung an Land wurden die aufgenommenen Medien zu Analysezwecken herangezogen. Den Seglern war es dadurch möglich die eigenen Bewegungen und Griffe an Board sowie etwaige Fehler und deren Auswirkungen auf Geschwindigkeit und Segeltaktik nachvollziehen zu können. Der Bild- und Videovergleich am Sonntag zeigte den enormen Fortschritt, der innerhalb weniger Tage erzielt werden konnte. Insgesamt waren sechs Boote, mit untereinander wechselnden Besatzungen am Training beteiligt, sodass insgesamt 15 Segler vom Training profitieren konnten. Bereits am Pfingstwochenende können die neuen Erkenntnisse bei der German Open am Möhnesee Anwendung finden. Dort werden am Samstag um 12 Uhr über 20 Boote gleichzeitig an der Startlinie erwartet, vermutlich bei gleich gutem Wind. Auch wenn die Temperaturen leider etwas niedriger ausfallen werden, sind ein dutzend Boote vom Segelclub Lippstadt bereits beim Yachtclub Westfalia Arnsberg gemeldet.

Jonas Jathe

Bulletinbericht: Langes Trainingswochenende am Margaretensee

Training in Lippstadt - Geht das überhaupt? Die Frage wird sicher einigen durch den Kopf gegangen sein, als sie diese Info dem Regattakalender entnommen haben. Sechs Teams haben es auf den Versuch ankommen lassen und festgestelllt, dass das sogar sehr gut ging. Der See zeigte sich ebenso wie das Wetter von seiner besten Seite und belohnte die Segler mit drei bis vier Bft und strahlendem Sonnenschein, der die gesamten vier Trainingstage über anhielt. Trainiert wurde wieder von Gregor und Sabrina (ein großes Dankeschön an dieser Stelle!), die sich am Donnerstag zunächst einmal von allen Teams zeigen ließen, was diese so können, beziehungsweise, was nicht. Hier hat sich wieder die schon in den letzten Jahren etablierte Videoanalyse am Abend bewährt, bei der jeder Fehler auseinander genommen werden konnte, besonders Trimm und Grundeinstellungen des Bootes sind hier zur Sprache gekommen - das am häufigsten verwendete Wort dieses Tages war wohl „Baumniederholer!“

Da leider nur der Donnerstag ein Feiertag war und manche Menschen genötigt wurden, am folgenden Tag zu arbeiten, legte das Training am Freitag eine kleine Pause ein und widmete sich der Hand-Auge Koordination an Land - Beim Swin Golf. Geplant war zwar der Besuch eines Kletterparks (der, ebenso wie der zweite in der Nähe, geschlossen hatte), aber wofür sind Pläne, wenn nicht dazu, sie umzuwerfen. Für alle, die Swin Golf nicht kennen: Man stelle sich Golf vor, nur mit einem weicheren Ball, einem einzigen Schläger und kürzeren Bahnen. Also eine Mischung aus Golf und Minigolf. Diese Alternative hat jedenfalls allen Spaß gemacht, auch wenn sich der eine oder andere bereits am zweiten Loch der Verzweiflung hinzugeben drohte und versucht war, sich in den Biergarten zu setzen. Glücklicherweise stellte sich bei den meisten dann doch eine gewisse Grundfertigkeit ein, die es zur Bewältigung dieser Sportart braucht.

Am Samstag trudelten die Trainer dann wieder ein und machten dort weiter, wo am Donnerstag aufgehört worden war. Manöver mit und ohne Spi, Taktik, Starts und Wendeduelle über die gesamte Länge des Sees. Äußerst anstrengend, das sei an dieser Stelle angemerkt.

Der Sonntag brachte noch etwas mehr Wind mit Schaumkronen (!) auf dem See, was einigen Teams auch die Gelegenheit gab, das Kentern zu trainieren. Auch dabei kann man schließlich lernen. Abschließend wurden, wie bereits an den anderen Tagen, die Videos ausgewertet. Bei allen Teams war eine deutliche Verbesserung zu sehen, sodass bei allen von einem Trainingserfolg gesprochen werden kann. Drei Tage Training machen aus niemandem einen perfekten Segler, aber sie helfen, Probleme zu erkennen, die man selbst auf dem Wasser und während der Regatta gar nicht bemerkt. Außerdem hilft so ein Training immer, taktische Themen aufzufrischen und tiefere Erkenntnisse darüber zu gewinnen. Nicht zuletzt ermöglicht es neue Kniffe zu lernen, die man alleine und während der Regatta nur schwer üben kann.

Hiermit lege ich also allen nochmal ans Herz, im nächsten Jahr doch den Schritt zu wagen, mit zu trainieren. Keine Angst, bei der Videoanalyse wird auch nicht gelacht. Naja, ein bisschen schon. Aber meistens über sich selbst.

Daniel Kossack