Weltmeisterschaft

24.07. bis 29.07.2017 FJ-WM
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Ergebnisse

Platz Boot Steuermann Vorschoter
1 961 NED Rolf de Jong Esther de Jong
2 1316 NED Guido Sol Hugo de Jong
3 362 GER Heiko Riffeler Claudia Riffeler
4 1332 NED Hylke Sasse Daria Marino
5 1 JPN Sinichi Ushida Koh Mochizuki
6 380 GER Michael Korsmeier Katharina Korsmeier
7 407 GER Thorsten Willemsen Stephanie Tauchert
8 361 GER Moritz Langschädel Lutz Pickenhahn
9 1545 JPN Riko Kawaguchi Suzuna Yoshida
10 3124 ITA Magdalena Zabrzewska Gianluigi Corbellari
11 1 LUX Frank Budde Yasmine Freigang
12 388 GER Daniel Krause Meike Baumgart
13 284 BEL Ellen Royer Justin Van Beek
14 3 USA Norbert Riffeler Gudrun Korsmeier-Riffeler
15 341 GER Bernd Hater Paula Scharf
16 3819 ITA Federico Martucci Cristina Larotonda
17 1470 NED Martijn Aarts Aagje Martens
18 1419 NED Bert Wolff Jori Vermeij
19 1156 NED Theo Remmerswaal Meike Brugman
20 3839 ITA Fabio Palermi Adriana Curcio
21 12 SLO Marko Kocjancic Mija Kocjancic
22 3776 ITA Federico Quondamatteo Andrea Farina
23 3832 ITA Stefano Baciga Marcello Cassini
24 19 SLO Nina Skopac Veronika Franic
25 3806 ITA Santi Marino Fabio Mallegni
26 347 GER Olaf Rüthing Nicole Artzt
27 1159 NED Matthias Leyssens Janne den Blaauwen
28 3813 ITA Walter Mazzella Anna Benamati
29 18 SLO Ana Planinsic Zeljko Planinsic
30 278 BEL Stephanie Arnehm Wouter Verheyen
31 2814 ITA Luigi Candela Laura Bonadimani
32 1464 NED Martijn Garnier Jade Garnier
33 17 SLO Bostjan Rupnik Peter Rupnik
34 3816 ITA Stefano Agnoli Chiara Agnoli
35 374 GER Leon Frisch Paul Doczyck
36 312 GER John Abert Eileen Abert
37 3745 ITA Carlo Bernocchi Ewa Szczerbowska
38 3828 ITA Paolo Consoli Federico Consoli
39 1 SLO Rok Volk Marko Volk
40 3370 ITA Federico Sarrocco Francesco Sarrocco
41 1241 NED Joost Pothuis Petra Pothuis
42 3 ITA Carlo Jommi Antonio Costantini
43 3820 ITA Valerio Cozzi Silvia Pellicci
44 1478 NED Frank Benschop Eva Benschop
45 3483 ITA Roberta Fazzana Alessandro Martini
46 352 GER Manfred Bury Ellis-Marie Bury
47 3829 ITA Laura Degani Silvia Ghirri
48 34 ITA Andrea Giammarini Matteo Giammarini
49 15 SLO Jerneja Skof Iva Tilinger
50 10 SLO Valter Strancar Marko Kete
51 1387 NED Pieter Kok Duuk ten Hove
52 672 NED Heike den Blaauwen Lisa de Vries
53 75 NED Kees van Rooijen Dieuwertje den Blaauwen
54 2 SLO Marjan Batagelj Damijan Volk
55 377 GER Stephan Richtermeier Nils Richtermeier
56 344 GER Markus Scholz Philipp Scholz
57 3773 ITA Bartolomeo Neri Corsini Francesca Incardona
58 9 SLO Igor Jerkic Gregor M. Humar

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WM Portoroz – It´s always the sun and the return of the fat man

Nach 2008 war es wieder soweit. WM und Slowenien Open in Portoroz an der Adria. Gestartet in Deutschland bei typisch deutschem Sommer mit Dauerregen, landeten wir nach 16 Stunden im Land der Slowenen. Wie schon in 2008 war hier Sommer, Sommer, Sommer: Temperaturen um die 30 °C und kein Schatten. Das machte es zumindest für mich sehr anstrengend - d.h. abends um 21 Uhr war ich froh in der Ferienwohnung mit Klimaanlage zu sein. Man wird halt älter.

Sportlich erwarte die 58 startenden Teams ein Wettkampf mit Leicht- und gelegentlichem Mittelwind. Meike schaffte es in einem Lauf sogar zweimal kurz ins Trapez.

58 Teams!!! Ich kann mich an kein so großes Teilnehmerfeld in den letzten Jahren erinnern.

Die Slovenian Open vorweg gewannen Moritz Langschädel mit Lutz Pickenhahn an der Fock souverän. Hoch ambitioniert und mit Leistungsdruck. Thorsten wechselte die Perspektive und versuchte sich bei Theo Remmerswaal als Vorschoter. Damit rutschte er in der Vorschoterrangliste spontan unter die Top-15.

Weltmeisterschaft - Gleiches Revier, gleiche Bedingungen, andere Ergebnisse.

Die WM bot sportlich ein gänzlich anders Bild. In den 12 Läufen gab es 6 verschiedene Einzelsieger. Die Leistungsdichte war sehr hoch – am Ende waren die Punktabstände sehr gering: Gewinner der einzelnen Läufe:

Rolf de Jong mit Tochter Esther (2x) Endergebnis: 1.

Guido Sol mit Hugo de Jong (2x) Endergebnis: 2.

Heiko und Claudia Riffeler (2x) Endergebnis: 3.

Thorsten Willemsen und Stephanie Tauchert (1x) Endergebnis: 7.

Moritz Langschädel / Lutz Pickenhahn (2x) Endergebnis: 8.

Japanisches Frauenteam (1x) Endergebnis: 9.

Magdalena Zabrzeweska / Gianluigi Corbellari (ITA) 1x (sehr stark bei wenig Wind) am Ende 10.

Martijn Aarts und Aagje Martens ließen auch einmal ihr Können aufblitzen. Endergebnis 17.

 

Nach zwei Tagen gab es noch ein ganz anderes Bild. Frank und Jasmin fuhren konstant vorne rein, gingen als 15. unten um die Tonne, zauberten, um am Ende dann 3. oder 4. im Ziel zu sein.

Der zeitweise vierte Platz war ihnen so sicher (Vielleicht lag es daran, dass Frank auch Geburtstag hatte…). Heiko/Claudia sowie Thorsten/Stephanie waren von den Top-10 noch ein gutes Stück entfernt. Die japanischen Teams ließen ihr Können auch noch nicht aufblitzen. So freuten Meike und ich uns um Platz 7./8. – gute Werbung für den Holz-Galetti mit dem wir am Start waren – den dennoch keiner kaufen wollte!

Der letzte Segeltag brachte die große Wende. Während Frank/Jasmin sowie Meike und ich uns konsequent von den Top-10 verabschiedeten. Kam es zum

„Return of the fat man!“ (Original Zitat Heiko). Wieder einmal bewahrheitete es sich: Wenn Du nichts zu verlieren hast/ nichts und keinen Druck spürst – dann läufst!“ Segeln ist halt (vor allem) auch Kopfsache! Zu fokussiert bedeutet halt oft blockiert.

Herzlichen Glückwunsch zum Dritten Platz!

Konstanz zahlte sich hier auch wieder einmal aus: Die großen Gewinner ohne leider auf dem Treppchen zu stehen sind für mich Michael und Katharina Korsmeier. Am Ende 6., punktgleich mit den Vierten und Fünften ohne einen Lauf gewonnen zu haben – ganz starke Leistung!

Die Meisterschaft war durchweg professionell organisiert, vom Regatta-Büro bis zur Vermessung. Gerade der letzte Punkt klappte durch die Terminvergabe und die effiziente Organisation hervorragend. Obwohl unsere Schiffe schon mehrfach durch die Vermessung gingen, erwischte es diesmal Manfred Bury. Die Höhe des Spifallaustritts wurde bemängelt.

Eine kurze Aufregung, die so schnell verzogen war, wie ein Sommergewitter. Denn Abseits ist, wenn der Schiri pfeift und die Marke passt nun mal nicht, wenn der Vermesser das sagt.

Die sehr angenehme Mischung aus mediterraner Gelassenheit und Verbindlichkeit der Veranstaltung färbte leider nicht auf alle ab. Für FJ Verhältnisse gab es zahlreiche Proteste, sodass der Jury nicht langweilig wurde. Besonders hervor tat sich ITA 34 bezeichnet mit dem Bootsnamen „Colera“ ganze 4-mal konnte das Team die Höchstpunktzahl von 59 Punkten einfahren. Einige Proteste hatten sich dann aber von selbst erledigt – denn the official language is English.

Fazit: Wer sich von der Slowenischen Gelassenheit anstecken lässt, den Kopf frei hat und konsequent Ruder und Schwert vom Seegras befreit hatte gute Chancen vorne reinzufahren. Gewisse Englischkenntnisse können ebenfalls nicht schaden.

Vielen Dank an die Slowenische FJ Organisation!