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World Championship 2019

Vom 21. Juli bis 28. Juli 2019

Kontakt: Daria Marino

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Ausschreibung.

Startgeld: 130 Euro (bis zum 31. April 2019)

Meldeschluss: 01. Mai 2019

Ranglistenfaktor: 1.6

Adresse:

Italian Naval League - Porto San Giorgio
Lungomare Antonio Gramsci
63822 Porto San Giorgio FM
Italy

 

Die Italian Open wird am anschließenden Wochenende am Gardasee stattfinden. Für Teilnehmer beider Regatten wird ein Rabatt angeboten.

Startgeld bis zum 31. Mai: 200 Euro
Startgeld bis zum 30. Juni: 300 Euro
Startgeld ab dem 1. Juli: 450 Euro

 

 

„Kleine“ Prognose zur WM in Porto San Giorgio Es ist wieder Weltmeisterschaftszeit! Am 22. Juli startet die WM in Porto San Giorgio und wir wollen euch einen kurzen Überblick über die teilnehmenden Nationen geben. Wer schickt wie viele Teams und wo werden sich diese wohl platzieren? Die spannendste Frage aus unserer Sicht ist natürlich: Wie sehen wir die Chancen für die Teams aus Deutschland? Können „Wir“ Weltmeister werden, oder zumindest ganz vorne mitmischen? Das ganze natürlich aus rein subjektiver Sicht, ihr dürft das gerne anders sehen!

Das Revier: Porto San Giorgio liegt etwa mittig vom Stiefel an der Adriaküste und war schon mehrfach Austragungsort großer Meisterschaften, zuletzt 2006 – die Europameisterschaft gewann sogar das deutsche Team Thorsten Willemsen/Gisa Wortberg! Es wird warm werden, soviel wissen wir auf jeden Fall. Da ist es gar nicht so schlimm, dass die Boote über den Strand ins Wasser gelassen werden müssen, so kommt kurz das Gefühl von Strandurlaub auf. Die Windprognose tendiert zu leichtem Wind, aber auch hier kann bei (un-)günstiger Wetterlage die Post abgehen, wenn man sich aktuelle Nachrichten aus der Region über Hagelkörner groß wie Orangen so anschaut. Wir lassen uns da mal überraschen!

Italien: Starten wir mit den Gastgebern, die gleichzeitig am schwersten einzuschätzen sind. Mit 27 Teams stellen die Italiener die mit Abstand meisten Boote, von denen uns viele noch nie zuvor begegnet sind, wodurch eine Einschätzung eher schwierig ist. Böse Zungen behaupten, die Italiener segelten bis Windstärke 3 und blieben dann wegen zu viel Wind im Hafen. Tatsächlich liegt ihre Stärke wohl eher bei leichtem Wind, wodurch sie in Porto San Giorgio nicht nur den Heimvorteil, sondern auch den Leichtwindbonus genießen dürften. Bei der EM in Travemünde hat sich das beste italienische Team Federico Quondamatteo/Andrea Farina auch in den Starkwindläufen sehr ordentlich geschlagen und am Ende einen soliden 14. Platz erreicht, Magdalena Zabrzwska/Gianluigi Corbellari erreichten bei der WM in Slowenien Rang 10. Auf heimischem Revier und mit reichlich Adriaerfahrung dürfte es bei dieser WM auch noch einige Plätze nach vorne gehen.

USA: Nur ein Team, aber was für eins! Mit Paul Hemker und Norbert Riffeler startet soviel Erfahrung auf einem Boot, sie würde wohl auch für ein ganzes Regattafeld reichen. Beide Segler sind Urgesteine der FJ und haben eigentlich schon überall gesegelt und vieles erlebt, in dieser Kombination haben sie sich jedoch neu für diese WM zusammengefunden. Beide sind eigentlich Steuermänner, sodass hier gerade in den ersten Wettfahrten damit gerechnet werden kann, dass sich das Team erst einspielen muss. Bei leichtem bis mittlerem Wind können die beiden auch vorne mitsegeln, allerdings dürften die beiden Rentner, die zusammen ca. 150 Jahre auf´s Boot bringen, bei Starkwind schnell an ihre Grenzen kommen. Irgendeine Chance muss die Jugend ja auch haben.

Japan: Für viele beim ersten Gedanken mit Sushi assoziiert, können die Japaner auch hervorragend segeln. Traditionell ist FJ segeln dort Schulsport, entsprechend handelt es sich bei den meisten Crews um Schüler und auch für diese WM ist anzunehmen, dass das Team Gakuto Itose/Matsuo Yuuki zu den Jüngsten gehören wird. Trotz ihres geringen Alters kommen die japanischen Teams in der Regel mit allen Bedingungen klar und platzieren sich selten außerhalb der Top 10, der 5. Platz bei der WM 2017 kann da fast schon als Ausrutscher gelten. Sie können trimmen, fahren lehrbuchartige Rollwenden und sind insgesamt bestens trainiert. Nicht weniger als sechs Mal konnten sie eine WM gewinnen und nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte sind die Japaner auch in Porto San Giorgio klare Mitfavoriten auf den Titel!

Slowenien: Dass die Slowenen Meisterschaften ausrichten können wie kein anderer wissen wir seit 2008 und auch die Weltmeisterschaft 2017 war ein Topereignis. Nach Italien schicken sie zwei Teams, die beide auch schon in Travemünde am Start waren. Bostjan Rupnik/Aljaz Rupnik haben hier eindeutig die Nase vorne gehabt und sich im Mittelfeld platziert, wobei sie die Starkwindläufe am Besten abgeschlossen haben. Für diese WM ist also auch ein Platz im Mittelfeld zu erwarten, es sei denn, es knattert so richtig und die Italiener bleiben alle an Land – dann geht da auch mehr!

Niederlande: Das Heimatland des FJ, das merkt man! In den letzten Jahren war keine Nation so dominant wie die Holländer, die sich im Titelkampf meistens selbst Konkurrenz machen, weil es immer direkt zwei bis drei Teams gibt, die als Favoriten auf den Titel gelten können. Zur WM schicken sie dieses Jahr neun Teams, darunter die amtierenden Europameister Guido Sol/Hugo de Jong und Weltmeister Rolf/Esther de Jong. Zu den Titelaspiranten dürfen sich auch Hylke Sasse/Madeleine van der Hout zählen. Hylke fährt eigentlich immer ganz vorne mitfährt und nach dem 2. Platz in Travemünde wird er alles geben ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Spannend ist das Team Esther/Rolf de Jong, die in der Konstellation schon in Travemünde 4. wurden und vor allem bei leichtem Wind ganz vorne sein werden – auch hier ist die Steuerfrau noch Schülerin, allerdings kann sie in brenzligen Situationen auf die jahrzehntelange Erfahrung ihres Vaters zurückgreifen. Bei Starkwind ist da allerdings noch Luft nach oben und die beiden anderen Topfavoriten aus den Niederlanden werden sich durchsetzen.

Deutschland: Bleiben noch die deutschen Segler, die ebenfalls mit neun Booten zur WM fahren werden. In den letzten Jahren hat es nie zum Titel gereicht, aber dafür war immer mindestens ein deutsches Team auf dem Treppchen. Das ist auch jetzt wieder drin! Immer ganz vorne mit dabei und garantiert in den Top 10 werden die Geschwister Heiko und Claudia Riffeler, die auch bei der WM 2017 auf dem 3. Rang gelandet sind. Die beiden segeln seit einer gefühlten Ewigkeit zusammen, dürften sich auf dem Boot blind verstehen und haben alle Windstärken schon erfolgreich besegelt. Wenn alles rund läuft ist auch bei dieser WM ein Treppchenplatz (oder sogar mehr?) drin! Ebenfalls meistens in den Top 10 segelt das zweite Geschwisterpaar aus Deutschland, Michael und Katharina Korsmeier. Die beiden sind zuletzt 6. bei der WM und 8. bei der EM geworden und sollten sich auf jeden Fall auch in Italien im Führungsfeld bewegen, auch wenn die leichten Winde der Adria nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbedingungen gehören. Ihre direkten Konkurrenten aus Deutschland dürften Nils Kuhlmann/Daniel Kossack (keine Geschwister!), sein, die bei der EM in Travemünde Platz 10 ersegelten. Das Team ist ausgemachter Starkwindspezialist und hat bei entsprechenden Bedingungen auch Ambitionen nach noch weiter vorne, wie ihr 4. Gesamtplatz bei der EM 2016 zeigte.

Unser Geheimtipp für diese WM: Bernd Hater und Paula Scharf! Recht neu zusammengefunden haben sie inzwischen zwei große Meisterschaften hinter sich. Zuletzt errangen sie Platz 7 bei der EM und wäre dort nicht plötzlich einen Tag lang Windstärke 6 dazwischengekommen, wäre auch noch weitaus mehr drin gewesen. Als ausgemachte Leichtwindfreunde sind die Bedingungen in Porto San Giorgio wie für die beiden geschaffen!

Fazit: Obwohl viele italienische Teams für uns ein großes Fragezeichen bilden, sehen wir die niederländischen Teams sowie die Japaner als Topfavoriten an, dicht gefolgt von den Riffeler-Geschwistern, denen nach so vielen Jahren erfolgreichem Segeln ein Titel sehr verdient und ausgesprochen gut stünde! Aber alle Prognosen sind nutzlos, wenn das Material nicht hält, Frühstarts dazu kommen oder andere unvorhersehbare Ereignisse eintreten. Vielleicht werden wir völlig überrascht und ein Team macht das Rennen, das wir bisher gar nicht auf dem Schirm hatten? Ab dem 22. Juli halten wir euch täglich auf dem Laufenden!