World Championship 2019

Vom 21. Juli bis 28. Juli 2019

Kontakt: Daria Marino

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Ausschreibung.

Startgeld: 130 Euro (bis zum 31. April 2019)

Meldeschluss: 01. Mai 2019

Ranglistenfaktor: 1.6

Adresse:

Italian Naval League - Porto San Giorgio
Lungomare Antonio Gramsci
63822 Porto San Giorgio FM
Italy

 

Die Italian Open wird am anschließenden Wochenende am Gardasee stattfinden. Für Teilnehmer beider Regatten wird ein Rabatt angeboten.

Startgeld bis zum 31. Mai: 200 Euro
Startgeld bis zum 30. Juni: 300 Euro
Startgeld ab dem 1. Juli: 450 Euro

 

 

Ergebnisse

Platz Boot Steuermann Vorschoter
1 1316 NED Guido Sol Hugo de Jong
2 961 NED Esther de Jong Rolf de Jong
3 1332 NED Hylke Sasse Madelein van der Hout
4 1674 JPN Itose Gakuto Matsuo Yuuki
5 3839 ITA Fabio Palermi Adriana Curcio
6 380 GER Michael Korsmeier Katharina Korsmeier
7 3776 ITA Federico Quondamatteo Andrea Farina
8 341 GER Bernd Hater Paula Scharf
9 3 ITA Carlo Iommi Matteo Brega
10 22 ITA Carlo Maremmani Chiara Giannini
11 362 GER Heike Riffeler Claudia Riffeler-Lörcks
12 3649 ITA Alfredo Cococcioni Pierfrancesco Cococcioni
13 3 USA Norbert Riffeler Pietro Mezzabotta
14 288 GER Nils Kuhlmann Daniel Kossack
15 3820 ITA Camilla Agnoli Lavinia Montesano
16 3832 ITA Stefano Baciga Marcello Cassini
17 3718 ITA Antonio Cicchine Alessandra Cicchine
18 1419 NED Jori Vermeij Anna Benamati
19 3817 ITA Marco Lombardi Filippo Pinzaiuti
20 3836 ITA Federico Cellini Elena Celina Cellini
21 3813 ITA Valter Mazella Sefano Bonatti
22 3719 ITA Nicola Corsetti Francesco Corsetti
23 3124 ITA Magdalena Zabrewska Gianluigi Corbellari
24 3738 ITA Maria Guilia Cicchine Filippo Del Zozzo
25 672 NED Heike den Blaauwen Niek van Griethyseen
26 347 GER Olaf Rüthing Vera Rüthing
27 3816 ITA Stefano Agnoli Chiara Agnoli
28 19 SLO Matija Kocjancic Marko Volk
29 3806 ITA Alessandro Mezzasalma Adriana Filippucci
30 3809 ITA Riccardo Lucangeli Domenico Maddaluno
31 1474 NED Frank Benschop Eva Benschop
32 1464 NED Martijn Garnier Laehlia Dupart
33 8 ITA Santi Marino Ettore Cirillo
34 361 GER Peter Wanders Juul Wigmann
35 312 GER John Abert Eileen Abert
36 69 ITA Lorenzo Mulas Rocco Baldassarri
37 34 ITA Andrea Giammarini Sofia Giammarini
38 382 ITA Fabio Mallegni Alessandro Martini
39 379 GER Stefan Richtermeier Lucas Richtermeier
40 3829 ITA Laura Degani Silvia Ghirri
41 268 GER Otto Eling Alex Bittner
42 3828 ITA Paolo Consoli Federico Consoli
43 17 SLO Bostjan Rupnik Aljax Rupnik
44 1478 NED Coen de Nooijer Miriam de Jong
45 363 GER Christoph Kuhlmann Justus Rüthing
46 4 ITA Carlo Bernocchi Matteo Lucarelli
47 1108 NED Rob Thonus Maarten Jansen
48 3819 ITA Daria Marino Alexei Mauceri
49 3823 ITA Davide Carpani Camilla di Bonaventura
50 7 ITA Giacomo Recchioni Simone Beato
51 35 ITA Roberto Pasini David Tomassetti
52 3850 ITA Nino Finauri Samuele Giommi

 

Bericht
Vorbericht
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WM 2019 – Nachlese

Die Weltmeisterschaft in Porto San Giorgio (Italien) ist nach zehn Läufen an vier Segeltagen zu Ende gegangen. Wir wollen euch hier, anschließend an unsere Prognose davor, ein paar Eindrücke widergeben. Der Ort Porto San Giorgio selbst ist schon sehenswert, vor allem die Altstadt abseits des sehr touristischen Strandes. Autofahrer aufgepasst: Google verrät euch nicht, dass die Gleisunterführungen zum Teil nur 1,75m hoch sind! Ganz allgemein sollte das Auto hier nicht Transportmittel Nummer eins sein, die gesamte Innenstadt besteht aus enorm engen, zugeparkten Einbahnstraßen, also wohl dem, der ein unmotorisiertes Fortbewegungsmittel für die alltäglichen Wege dabeihatte!

Ganz im Sinne der letzten WM in Porto San Giorgio vor 20 Jahren standen unsere Boote direkt am bzw. auf dem Strand. Das hat bei einigen zunächst Skepsis hervorgerufen und es wurden im Vorfeld schnell noch strandtaugliche Räder an die Slipwagen montiert, der Strand war jedoch so gut befahrbar, dass das alles sehr gut funktionierte! Der ausrichtende Verein Lega Navale Italiana hat uns freundlich empfangen und die Eröffnungsfeier sehr öffentlichkeitswirksam auf einem (Markt-?) Platz in der Nähe des Strandes abgehalten, mit den obligatorischen Reden diverser Würdenträger, inklusive des Polizeichefs, dem wir wohl verdanken, dass einige hundert Meter Parkmöglichkeiten an der Strandpromenade nur für Teilnehmer der WM reserviert waren!

52 Boote aus sechs Nationen sind letztlich gestartet, also sogar noch ein paar mehr als ursprünglich gemeldet waren, sodass sich ein großartiger Anblick bot, wenn alle am Wasser standen und darauf warteten, dass die Startverschiebungsflagge nach unten geht. Meistens bedeutete diese, dass auf der Adria zu wenig oder zu drehender Wind herrschte. In den ersten drei Tagen konnten dann trotzdem drei Läufe gesegelt werden, auch wenn der Wind am ersten Tag so sehr nachließ, dass einige Teams im letzten Lauf nicht mehr innerhalb des Zeitlimits finishen konnten. Am letzten Regattatag warteten wir ausnahmsweise nicht auf mehr Wind, sondern auf kleinere Wellen! Die (heimischen) Teams mit Klapprudern hätten ohne Schwierigkeiten vom Strand wegfahren können, aber mehr als die Hälfte des Startfeldes hat Steckruder, sodass die Angst groß war, dass diese im Wellental auf den Grund schlagen und die Boote beschädigt werden – dies ist eine Erfahrung der letzten WM an diesem Ort, wo sich bei ähnlichen Verhältnissen mehrere Boote das Ruder abrissen. Letztlich beruhigte sich das Meer genug, um die Boote ins Wasser zu lassen und ein Lauf wurde gesegelt. Diesen machte sich Norbert Riffeler mit Vorschoter Pietro Mezzabotta selbst zum Geschenk, da er nach einer jahrzehntelangen Regattakarriere das erste Mal einen WM-Lauf gewann! Aufziehende Gewitter machten weitere Läufe unmöglich, sodass es bei zehn Wettfahrten blieb – ärgerlich war dies für das beste deutsche Teams Michael und Katharina Korsmeier, die beim Start durch einen anderen Regattateilnehmer derart behindert wurden, dass sie den Lauf ziemlich versemmelten und keine Möglichkeit mehr erhielten, dieses Ergebnis auszugleichen.

Insgesamt war das eine WM, die so spannend war wie schon lange nicht mehr. Niemand hat völlig dominiert, was sich auch daran zeigt, dass aus zehn Läufen acht verschiedene Sieger hervorgegangen sind. Unsere Prognose zu den einzelnen Nationen und wichtigsten Teams hat sich im Wesentlichen bewahrheitet. Wie erwartet waren die Italiener schwer einzuschätzen und haben ihren Heimvorteil immer wieder genutzt, segelten aber dann doch zu inkonstant, um auf das Treppchen zu kommen. Erst am letzten Tag haben sich die ersten drei Teams hier positioniert und hätten die Gewitterwolken nicht eingegriffen, wären auch hier Verschiebungen sehr gut möglich gewesen. Die drei niederländischen Teams sind, wie erwartet, vorne gesegelt, obwohl es für Hylke Sasse/Madeleine van der Hout am ersten Tag nicht einmal so aussah, als würden sie überhaupt in die Top 10 kommen! Esther und Rolf de Jong machten es sich eigentlich von Anfang an auf dem zweiten Platz bequem, aber Esther hat mit ihren 14 Jahren auch noch einige Weltmeisterschaften vor sich, in denen sie ihren Triumph perfekt machen kann! Guido Sol/Hugo de Jong haben ihren Titel verteidigt, auch wenn dies zu keiner Zeit sicher war, zwischendurch übernahm sogar das japanische Team Itose Gakuto/Yuuki Matsuo die Führung. Letztlich wurden diese Vierte und Jugendweltmeister. Den fünften Platz konnten Fabio Palermi/Adriana Curcio aus Italien erkämpfen. Die beiden hatten wir nicht unbedingt auf unserer Liste für die Top 10, gehören aber auf jeden Fall in die Kategorie „schwer einzuschätzen“ und drehten erst am dritten Tag so richtig auf. Mit zwei gewonnenen Wettfahrten haben sie sich ihren Platz definitiv verdient!

Und die deutschen Teams? Die Geschwister Korsmeier kam als bestes deutsches Team auf den sechsten Rang, haben also voll die Prognose „Top 10“ erfüllt, auch wenn zwischendurch sogar noch mehr, vielleicht sogar alles drin gewesen wäre. Nils Kuhlmann/Daniel Kossack sind mit ihrem 14. Platz etwas hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben, konnten aber auch am letzten Lauf aufgrund eines Risses im Schwertkasten nicht mehr teilnehmen und wurden so von der direkten Konkurrenz einige Plätze nach hinten geschoben. Das zweite deutsche Geschwisterteam, Heiko Riffeler und Claudia Riffeler-Lörks fand nicht wirklich in die Regatta, segelte sehr inkonstant und belegte neben einem zweiten Platz auch mehrere Läufe im Mittelfeld, am Ende wurden sie Elfte. Und unsere Geheimfavoriten Bernd Hater/Paula Scharf? Waren am ersten Tag vielleicht noch zu nervös und segelten erst ab Tag zwei wirklich gut. Das reichte leider nicht mehr, nach ganz ganz vorne zu kommen, aber mit dem 8. Platz sind auch sie in den Top 10 gelandet und dürfen zufrieden sein!

Alles in allem war das eine großartige WM mit sehr viel Spannung und unterschiedlichen Windverhältnissen, die eigentlich jedem Segler etwas geboten haben. What´s next? Das nächste große Event wird die Europameisterschaft 2020 in Medemblik (Niederlande) auf dem Ijsselmeer sein! Hier herrschen natürlich völlig andere Bedingungen, hier kann auch schon mal so viel Wind sein, dass dem Schaf die Locken aus der Wolle geweht werden! Wir sind jedenfalls voller Vorfreude.

 

 

 

„Kleine“ Prognose zur WM in Porto San Giorgio

Es ist wieder Weltmeisterschaftszeit! Am 22. Juli startet die WM in Porto San Giorgio und wir wollen euch einen kurzen Überblick über die teilnehmenden Nationen geben. Wer schickt wie viele Teams und wo werden sich diese wohl platzieren? Die spannendste Frage aus unserer Sicht ist natürlich: Wie sehen wir die Chancen für die Teams aus Deutschland? Können „Wir“ Weltmeister werden, oder zumindest ganz vorne mitmischen? Das ganze natürlich aus rein subjektiver Sicht, ihr dürft das gerne anders sehen!

Das Revier: Porto San Giorgio liegt etwa mittig vom Stiefel an der Adriaküste und war schon mehrfach Austragungsort großer Meisterschaften, zuletzt 2006 – die Europameisterschaft gewann sogar das deutsche Team Thorsten Willemsen/Gisa Wortberg! Es wird warm werden, soviel wissen wir auf jeden Fall. Da ist es gar nicht so schlimm, dass die Boote über den Strand ins Wasser gelassen werden müssen, so kommt kurz das Gefühl von Strandurlaub auf. Die Windprognose tendiert zu leichtem Wind, aber auch hier kann bei (un-)günstiger Wetterlage die Post abgehen, wenn man sich aktuelle Nachrichten aus der Region über Hagelkörner groß wie Orangen so anschaut. Wir lassen uns da mal überraschen!

Italien: Starten wir mit den Gastgebern, die gleichzeitig am schwersten einzuschätzen sind. Mit 27 Teams stellen die Italiener die mit Abstand meisten Boote, von denen uns viele noch nie zuvor begegnet sind, wodurch eine Einschätzung eher schwierig ist. Böse Zungen behaupten, die Italiener segelten bis Windstärke 3 und blieben dann wegen zu viel Wind im Hafen. Tatsächlich liegt ihre Stärke wohl eher bei leichtem Wind, wodurch sie in Porto San Giorgio nicht nur den Heimvorteil, sondern auch den Leichtwindbonus genießen dürften. Bei der EM in Travemünde hat sich das beste italienische Team Federico Quondamatteo/Andrea Farina auch in den Starkwindläufen sehr ordentlich geschlagen und am Ende einen soliden 14. Platz erreicht, Magdalena Zabrzwska/Gianluigi Corbellari erreichten bei der WM in Slowenien Rang 10. Auf heimischem Revier und mit reichlich Adriaerfahrung dürfte es bei dieser WM auch noch einige Plätze nach vorne gehen.

USA: Nur ein Team, aber was für eins! Mit Paul Hemker und Norbert Riffeler startet soviel Erfahrung auf einem Boot, sie würde wohl auch für ein ganzes Regattafeld reichen. Beide Segler sind Urgesteine der FJ und haben eigentlich schon überall gesegelt und vieles erlebt, in dieser Kombination haben sie sich jedoch neu für diese WM zusammengefunden. Beide sind eigentlich Steuermänner, sodass hier gerade in den ersten Wettfahrten damit gerechnet werden kann, dass sich das Team erst einspielen muss. Bei leichtem bis mittlerem Wind können die beiden auch vorne mitsegeln, allerdings dürften die beiden Rentner, die zusammen ca. 150 Jahre auf´s Boot bringen, bei Starkwind schnell an ihre Grenzen kommen. Irgendeine Chance muss die Jugend ja auch haben.

Japan: Für viele beim ersten Gedanken mit Sushi assoziiert, können die Japaner auch hervorragend segeln. Traditionell ist FJ segeln dort Schulsport, entsprechend handelt es sich bei den meisten Crews um Schüler und auch für diese WM ist anzunehmen, dass das Team Gakuto Itose/Matsuo Yuuki zu den Jüngsten gehören wird. Trotz ihres geringen Alters kommen die japanischen Teams in der Regel mit allen Bedingungen klar und platzieren sich selten außerhalb der Top 10, der 5. Platz bei der WM 2017 kann da fast schon als Ausrutscher gelten. Sie können trimmen, fahren lehrbuchartige Rollwenden und sind insgesamt bestens trainiert. Nicht weniger als sechs Mal konnten sie eine WM gewinnen und nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte sind die Japaner auch in Porto San Giorgio klare Mitfavoriten auf den Titel!

Slowenien: Dass die Slowenen Meisterschaften ausrichten können wie kein anderer wissen wir seit 2008 und auch die Weltmeisterschaft 2017 war ein Topereignis. Nach Italien schicken sie zwei Teams, die beide auch schon in Travemünde am Start waren. Bostjan Rupnik/Aljaz Rupnik haben hier eindeutig die Nase vorne gehabt und sich im Mittelfeld platziert, wobei sie die Starkwindläufe am Besten abgeschlossen haben. Für diese WM ist also auch ein Platz im Mittelfeld zu erwarten, es sei denn, es knattert so richtig und die Italiener bleiben alle an Land – dann geht da auch mehr!

Niederlande: Das Heimatland des FJ, das merkt man! In den letzten Jahren war keine Nation so dominant wie die Holländer, die sich im Titelkampf meistens selbst Konkurrenz machen, weil es immer direkt zwei bis drei Teams gibt, die als Favoriten auf den Titel gelten können. Zur WM schicken sie dieses Jahr neun Teams, darunter die amtierenden Europameister Guido Sol/Hugo de Jong und Weltmeister Rolf/Esther de Jong. Zu den Titelaspiranten dürfen sich auch Hylke Sasse/Madeleine van der Hout zählen. Hylke fährt eigentlich immer ganz vorne mitfährt und nach dem 2. Platz in Travemünde wird er alles geben ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Spannend ist das Team Esther/Rolf de Jong, die in der Konstellation schon in Travemünde 4. wurden und vor allem bei leichtem Wind ganz vorne sein werden – auch hier ist die Steuerfrau noch Schülerin, allerdings kann sie in brenzligen Situationen auf die jahrzehntelange Erfahrung ihres Vaters zurückgreifen. Bei Starkwind ist da allerdings noch Luft nach oben und die beiden anderen Topfavoriten aus den Niederlanden werden sich durchsetzen.

Deutschland: Bleiben noch die deutschen Segler, die ebenfalls mit neun Booten zur WM fahren werden. In den letzten Jahren hat es nie zum Titel gereicht, aber dafür war immer mindestens ein deutsches Team auf dem Treppchen. Das ist auch jetzt wieder drin! Immer ganz vorne mit dabei und garantiert in den Top 10 werden die Geschwister Heiko und Claudia Riffeler, die auch bei der WM 2017 auf dem 3. Rang gelandet sind. Die beiden segeln seit einer gefühlten Ewigkeit zusammen, dürften sich auf dem Boot blind verstehen und haben alle Windstärken schon erfolgreich besegelt. Wenn alles rund läuft ist auch bei dieser WM ein Treppchenplatz (oder sogar mehr?) drin! Ebenfalls meistens in den Top 10 segelt das zweite Geschwisterpaar aus Deutschland, Michael und Katharina Korsmeier. Die beiden sind zuletzt 6. bei der WM und 8. bei der EM geworden und sollten sich auf jeden Fall auch in Italien im Führungsfeld bewegen, auch wenn die leichten Winde der Adria nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbedingungen gehören. Ihre direkten Konkurrenten aus Deutschland dürften Nils Kuhlmann/Daniel Kossack (keine Geschwister!), sein, die bei der EM in Travemünde Platz 10 ersegelten. Das Team ist ausgemachter Starkwindspezialist und hat bei entsprechenden Bedingungen auch Ambitionen nach noch weiter vorne, wie ihr 4. Gesamtplatz bei der EM 2016 zeigte.

Unser Geheimtipp für diese WM: Bernd Hater und Paula Scharf! Recht neu zusammengefunden haben sie inzwischen zwei große Meisterschaften hinter sich. Zuletzt errangen sie Platz 7 bei der EM und wäre dort nicht plötzlich einen Tag lang Windstärke 6 dazwischengekommen, wäre auch noch weitaus mehr drin gewesen. Als ausgemachte Leichtwindfreunde sind die Bedingungen in Porto San Giorgio wie für die beiden geschaffen!

Fazit: Obwohl viele italienische Teams für uns ein großes Fragezeichen bilden, sehen wir die niederländischen Teams sowie die Japaner als Topfavoriten an, dicht gefolgt von den Riffeler-Geschwistern, denen nach so vielen Jahren erfolgreichem Segeln ein Titel sehr verdient und ausgesprochen gut stünde! Aber alle Prognosen sind nutzlos, wenn das Material nicht hält, Frühstarts dazu kommen oder andere unvorhersehbare Ereignisse eintreten. Vielleicht werden wir völlig überrascht und ein Team macht das Rennen, das wir bisher gar nicht auf dem Schirm hatten? Ab dem 22. Juli halten wir euch täglich auf dem Laufenden!

 

Bilder

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